Wissenswertes zur Karl-Gerold-Stiftung

Seit 1975 fördert die Karl-Gerold-Stiftung einen engagierten, der Demokratie und sozialen Gerechtigkeit verpflichteten Journalismus. Karl Gerold, langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der „Frankfurter Rundschau“, hat die Stiftungsverfassung noch zu seinen Lebzeiten festgelegt.  Nach seinem Tod wurde die Stiftung errichtet und als rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts vom Hessischen Minister des Inneren genehmigt. In diese Stiftung wurden von Karl Gerold und seiner Ehefrau Elsy Gerold-Lang wesentliche Teile ihres Vermögens eingebracht.

In der Präambel zur Stiftungsverfassung hat er festgeschrieben, dass die Stiftung von ihm „bestimmt“ ist, die „Haltung der „Frankfurter Rundschau“, wie sie von ihm als Herausgeber, Verleger und Chefredakteur geprägt ist, zu erhalten. Nach seinem Willen soll sie sein und bleiben eine „unabhängige, politisch engagierte, linksliberale Tageszeitung, verpflichtet dem Geist des Grundgesetzes und den Menschenrechten und ständig eintretend für das unbedingte Prinzip der Demokratie und für soziale Gerechtigkeit“. Auch die überregionale Verbreitung der „Frankfurter Rundschau“ hat Karl Gerold in der Satzung des Druck- und Verlagshauses Frankfurt am Main GmbH verankern lassen.

Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, insbesondere auf dem Gebiet des Zeitungswesens und des graphischen Gewerbes; er wird derzeit erfüllt durch

  • Studienstipendien für Studierende an Journalistenschulen, Hoch- und Fachschulen sowie
  • Reisestipendien für Nachwuchskräfte im Zeitungswesen.

Das Vermögen der Stiftung besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen und Anteilen an der Frankfurter Rundschau GmbH, Frankfurt am Main, die die „Frankfurter Rundschau“ herausgibt und verlegt. Die Erträge aus dieser Beteiligung fließen in die genannten Förderaufgaben. Das Vermögen selbst ist ungeschmälert zu erhalten und kann durch Zustiftungen erhöht werden. Vertreten wird die Stiftung durch einen Vorstand, der die Geschäfte führt und durch ein fünfköpfiges Kuratorium, das als Aufsichtsorgan über die Einhaltung der Stiftungsverfassung wacht und über die Vergabe der Fördermittel entscheidet. Inzwischen hat die Stiftung mehr als 500 Stipendien vergeben. An den Lebensweg des Stifters erinnert eine Tafel an seinem Geburtshaus in Giengen an der Brenz. Zu seinem 100. Geburtstag am 29. August 2006 hat die Stiftung eine Kurzbiografie unter dem Titel „Es lohnt sich noch“ herausgegeben.

Die Stiftung ist gemeinnützig.

 

Karl Gerold in Bildern